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Sprechstunde für Infektionserkrankungen (ID-Sprechstunde)

In unserer Praxis werden seit langem schwerpunktmäßig Patienten mit HIV und chronischer Virushepatitis behandelt.

Die HIV-Infektion ist heutzutage eine in der Regel gut zu therapierende Erkrankung. Es steht eine Fülle antiviraler Substanzen zur Verfügung, die sich unterschiedliche Wirkungsprinzipien zunutze machen und gegenseitig ergänzen, sie weisen aber auch unterschiedliche Nebenwirkungsprofile auf, müssen auf unterschiedliche Weisen eingenommen werden, und sollten daher individuell auf die Lebensweise eines jeden Betroffenen abgestimmt sein. Aufgrund der heutzutage unter moderner Therapie nahezu normalen Lebenserwartung von HIV-Patienten stehen nun neben den klassischen HIV-Begleiterkrankungen auch typische Erkrankungen des höheren Alters bei der Therapie im Vordergrund, wie z.B. Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Störungen des Fettstoffwechsels. Häufig bestehen ungünstige Wechselwirkungen der HIV-Medikation mit anderen Präparaten.

Die Therapie der chronischen Virushepatitis C ist seit Anfang 2014 im Umbruch - es stehen zusätzlich zur traditionellen Therapie mit Interferon und Ribavirin nun zahlreiche neue Therapien, sog. "direkt antivirale Therapien" zur Verfügung. Dies hat abhängig vom Genotyp der vorliegenden Hepatitis zu einer weitgehenden Heilbarkeit der Erkrankung geführt. Jedoch werden die neuen Therapien aufgrund der hohen Kosten für das Gesundheitssystem aktuell kritisch diskutiert.

Im Gegensatz zur Hepatitis C stellt die chronische Virushepatitis B eine zum jetzigen Zeitpunkt i.d.R. nicht heilbare, jedoch zumeist exzellent behandelbare Erkrankung dar.

Bei erstmaliger Vorstellung wird zunächst ein ausfühliches Informationsgespräch stattfinden. Sollten Sie sich für unser Angebot interessieren, so kann eine Terminvereinbarung telefonisch unter 0231 / 14 90 94 oder 0231 / 14 90 95 erfolgen. Gerne führen wir die Therapie auch konsiliarisch durch, Ihr betreuender Hausarzt wird jeweils durch einen detaillierten Befundbericht zum momentanen Stand der Therapie informiert werden. Aufgrund der möglichen Therapie-Wechselwirkungen legen wir Wert auf eine enge Zusammenarbeit mit den zuweisenden Ärzten.